Aktuell
0.3 °C
Dunst
Dunst
Luftdruck: 1021.8 hPa
Niederschlag: 0.0 mm
Windrichtung: SO
Geschwindigkeit: 18 km/h
Morgen
1 °C
bewölkt
bewölkt
30.11.14
0 °C
bewölkt
bewölkt
01.12.14
1 °C
bewölkt
bewölkt
© Deutscher Wetterdienst | Ferienhaus Ostsee
Bioenergiedörfer

 

Hier finden Sie gute Gründe und mutmachende Beispiele für erfolgreiche Umsetzungen und Projekte in der Mecklenburgischen Seenplatte. Treten Sie mit den Akteuren in Kontakt und nutzen Sie ihre Erfahrungswerte.

500 Dörfer auf dem Weg zu einem Bioenergiedorf bis zum Jahr 2020

Insgesamt 500 Bioenergiedörfer innerhalb der nächsten 10 Jahre auf den Weg zu bringen, ist das ambitionierte Ziel des Projektes „Wege zum Bioenergiedorf“.  Das Interesse ist bereits groß. Schon jetzt haben sich 85 Gemeinden dazu bereit erklärt. Initiator und Projektkoordinatior ist die Akademie für nachhaltige Entwicklung mit Bollewicks Bürgermeister Bertold Meyer, in enger Zusammenarbeit mit Till Backhaus und dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz. Weiters finden Sie hier. Wege zum Bioenergiedorf

 

Ansprechpartner: ANE - Akademie für nachhaltige Entwicklung, Bertold Meyer, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 


Bioenergiedorf Ivenack

Seit der Erstellung des Flächennutzungsplans für das Gemeindegebiet Ivenack im Jahre 2001, wurde ganz konsequent auf die regional bestehenden Nutzungsmöglichkeiten von erneuerbaren Energien und dabei ganz besonders auf die der Bioenergie gesetzt. Ganz klares Ziel der Gemeinde ist es seither, die Strom- und vor allem die Wärmeversorgung der Einwohner von Ivenack selbst, aber auch die der angegliederten 5 Ortsteile zu 100 % zu gewährleisten! Durch die umgesetzten und erfolgreich betriebenen Best-Practice Bsp. (Biogasanlage und Photovoltaikanlage) werden bereits 30% des Strombedarfes und 30% des Wärmebedarfes der Gesamtgemeinde Ivenack abgedeckt.

 

 

Die Biogasanlage in Ivenack nutzt zur Energieerzeugung Gülle und nachwachsende Rohstoffe, die von den beiden ortsansässigen Landwirtschaftsbetrieben geliefert werden.  In zwei Gärbehältern mit einem Volumen von jeweils ca. 2.200 m³ werden aus dieser Biomasse im ersten Schritt Biogas und im sich anschließenden zweiten Schritt Strom und Wärme erzeugt. Die Kraft-Wärme-Kopplungsanlage verfügt über eine elektrische Leistung von 626 kW. Mit diesem umweltfreundlich erzeugten Strom kann der Jahresbedarf von mehr als 1.200 Haushalten abgedeckt werden. Das ausgegorene Substrat wird von den beiden Landwirtschaftsbetrieben als hochwertiger Dünger ackerbaulich verwertet und somit wird auch der lokale Stoffkreislauf geschlossen. Zur Ausschöpfung der regionalen Ressourcen soll in einem nächsten Projektabschnitt die Biogasanlage erweitert werden.

 

Von Anfang an war es Ziel, die gesamte Energie der Biogasanlage effektiv zu nutzen. Zur praktischen Umsetzung wurde das Nahwärmenetz realisiert und eine Vielzahl von Ivenacker Gebäuden an eine umweltfreundliche und kostengünstige Wärmeversorgung angeschlossen. Zu den wichtigsten Wärmeabnehmern zählen ein Pflegeheim, ein Landwirtschaftsbetrieb, der örtliche Kindergarten sowie mehrere Einfamilienhäuser. Insgesamt wurden ca. 850 m Wärmetrasse verlegt. Ein Ausbau des Netzes, auch im Zusammenhang mit der Erweiterung der Biogasanlage und dem damit zur Verfügung stehenden größeren Wärmepotenzial befindet sich in der Vorbereitung. Damit wird eine Grundlage geschaffen, um auch zukünftig eine nachhaltige und klimafreundliche Energieversorgung der Gemeinde auszubauen bzw. zu schaffen.

 

Im Zuge der Reaktivierung, der dem Verfall preisgegebenen alten Gutsanlage, war der erste Schritt, die Sanierung der Dächer. In diesem Fall wurden die Südhälften der Dächer auf ungewöhnliche Weise saniert. Die neue Dacheindeckung dient gleichzeitig der Erzeugung von emissionsfreiem Strom. Dafür stehen auf dem Speichergebäude Solarmodule mit einer elektrischen Leistung von 99,9 kW und auf der Schnitterkaserne von 39,1 kW zur Verfügung.

 

Photovoltaikanlage auf dem Speichergebäude

 

Allein die Stromerzeugung aus der Biogasanlage und der Photovoltaikanlage ermöglicht eine Verminderung der CO2-Emissionen von ca. 2.800 t/a. Hinzu kommen ca. 120 t/a CO2-Einsparung durch den Betrieb des Nahwärmenetzes.

In den Sommermonaten nutzt der Landwirt und Rohstofflieferant die überschüssige Wärme zur Trocknung von 10.000 Tonnen Getreide.

Dank der weiteren Entwicklung der regionalen Wertschöpfungskette werden im Rahmen der Projekte, am Standort Ivenack, bis zu 30 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Es wird deutlich, dass nachhaltige und zukunftsweisende Entwicklungskonzepte in Ivenack nicht nur den Klimaschutz beinhalten, sondern auch den Aspekt der regionalen Strukturen berücksichtigen.

 

Ansprechpartner: Bürgermeister Ivenack, Roland Lüker, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 


           
Impressum
(c) 2010 computron-mv